Öffentliche Sicherheit

Überwachung von öffentlichen Infrastrukturen
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Naturkatastrophen, technische Unfälle sowie weltpolitische Bedrohungen und ihre Folgen sind komplexe Gefahren, die umfassende und nachhaltige Strategien zum Katastrophen und Krisenmanagement erfordern. In Krisensituationen muss der Schutz der Bevölkerung, aber auch die Sicherheit von Rettungsmannschaften, Kommunikationssystemen und Versorgungsinfrastrukturen gewährleistet werden. Ausfallsichere Informationsübertragung und -verarbeitung sind Voraussetzungen für die Frühwarnung und die Koordination von Hilfskräften. Auch die aktive Kommunikation mit und durch die Bevölkerung muss in Krisensituationen gewährleistet sein. Eine große Chance dabei ist, sich die zunehmende individuelle Vernetzung zunutze zu machen. Auch bei der Bekämpfung und Verhinderung von Terrorismus und Kriminalität ist es erforderlich, Gefahren frühzeitig zu erkennen. Die Herausforderung besteht hierbei in der Entwicklung und dem Einsatz von sicheren Systemen, die die Bevölkerung einerseits vor Schäden schützen und andererseits die individuellen Rechte und die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger wahren.

Früherkennung und Warnsysteme ...

Früherkennung und Warnsysteme dienen dem Schutz der Bevölkerung und von kritischen Infrastrukturen. Durch kamerabasierte Systeme, Sensornetze und Big-Data-Analyseverfahren besteht die Möglichkeit, das Gefahrenpotenzial von Naturkatastrophen, technischen Störfaktoren oder die Ausbreitung von Epidemien rechtzeitig zu identifizieren. Frühwarnsysteme können dann die Bevölkerung über die Gefahr und den betroffenen Bereich informieren und Verhaltensregeln vorgeben.

Katastrophenmanagement erfordert schnelles und durchdachtes Handeln in einer Krisensituation. Die verantwortliche Einsatzleitung trifft in kürzester Zeit schwerwiegende Entscheidungen, die über Leben oder Tod bestimmen können. Interoperabel vernetzte Assistenzsysteme und computergestützte Szenarioanalysen unterstützen bei der Entscheidungsfindung. Sie bündeln den steten Informationsfluss, liefern anschauliche Darstellungen der komplexen Zusammenhänge und ermöglichen einen schnellen Überblick über die Krisensituation und dessen effektive und ressourcenschonende Bewältigung.

Die Simulation und Modellierung der komplexen Betriebsabläufe in kritischen Infrastrukturen wie Strom- und Wasserversorgung ist unabdingbar für deren Schutz. Dadurch können Ausfälle und umweltbedingte oder politische Änderungen analysiert, ihre Folgen identifiziert sowie verschiedene Sicherheitsmaßnahmen evaluiert werden. Die Entwicklung von detaillierten und ganzheitlichen Sicherheitskonzepten mit Test und Trainingsumgebungen für Einsatz- und Rettungskräfte trägt dabei aber auch zum Schutz von öffentlichen Gebäuden, Unternehmen sowie wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen bei.

Projekt MOBIKAT

Beispielprojekt vom Fraunhofer IVI, Dresden

Das System MobiKat dient der Vorsorge und Bewältigung von Großschadenslagen sowie der alltäglichen Gefahrenabwehr. Stäbe, Einsatzleitungen und Einsatzkräfte vor Ort erhalten eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für die effektive Planung und Durchführung von Schutz- und Rettungsmaßnahmen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gewährleistung der Mobilität aller Beteiligten. Dies sichert eine schnelle Hilfeleistung und ermöglicht die deutliche Reduzierung von Sach- und Personenschäden.

Feuerwehrmänner vor einem Feuerwehrauto.
© Foto Bernd Liebl|Fraunhofer

Die Unterstützung der Mobilität, aber auch bessere Entscheidungsgrundlagen sind das Ziel von MOBIKAT.