Wirtschafts- und Finanzinformatik

Auf einem Bildschirm die gesamte Finanzwelt im Blick.
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Der technologische Fortschritt und dessen dominierender Einfluss auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen, Regionen und Staaten spielt eine zentrale Rolle für nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

Damit Unternehmen und politische Verantwortliche unter den neuen Rahmenbedingungen nachhaltige Entscheidungen im Sinne einer wertorientierten Führung treffen und gleichzeitig gesetzlichen Anforderungen erfüllen können, bedarf es einer übergreifend konsistenten Datengrundlage mit Ertrags- und Risikoinformationen. Dies geschieht durch die Entwicklung und Umsetzung neuester finanzmathematischer Modelle. Deep Data Analysis und ausgefeiltes Knowledge Management können helfen, die Risiken der immer komplexeren Szenarien vorausschauend zu bewerten.

Neben technischen bzw. IT-gestützten Ansätzen im Finanzmanagement ist insbesondere ein integriertes Ertrags- und Risikomanagement auf Basis fundierter finanzwirtschaftlicher Methoden und Kennzahlensysteme von Vorteil. Die Standardisierung und Optimierung von Geschäfts- und Steuerprozessen in Verbindung mit IT-Infrastrukturen bilden dabei die Basis für die Integration interner und externer Dienstleistungen.

Die Finanzmärkte ...

Die Finanzmärkte haben nur noch wenige geographische Bezugspunkte. Sie passen sich ständig den aktuellen Erfordernissen und wirtschaftlichen Entwicklungen an. Veränderungen werden frühzeitig erkannt und starke Schwankungen können durch schnelle Reaktionen vermieden werden. Anschauliche Darstellungen machen die komplexen Zusammenhänge und Abläufe überschaubar und verständlich. Chancen zur Investition in innovative Technologien und Geschäftsideen werden systematisch gesucht und bewertet. Kooperationen sind für die meisten Akteure unverzichtbar, um sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und trotzdem das eigene Portfolio flexibel erweitern zu können.

Ökonomische Simulationsmodelle können Fragen nach distributiven und fiskalischen Wirkungen einzelner finanzpolitischer Maßnahmen oder Bündel von Leistungen im Rahmen des deutschen Steuer-Transfersystems beantworten. Durch die Verwendung umfangreicher datengestützter Mikrosimulationsmodelle und statistischer Parameter wird dabei eine immer höhere Genauigkeit erzielt. Ebenso können Aussagen zur zukünftigen Bildungs- und Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung unter den zu erwartenden demographischen Entwicklungen getroffen werden.

Die Bank-IT stellt durch höchste Sicherheit und Verfügbarkeit den reibungslosen Ablauf aller Prozesse sicher. Durch standardisierte Schnittstellen ist das flexible Outsourcing und die einfache Integration externer Services im laufenden Betrieb möglich. Die Einhaltung internationaler Standards und Maßnahmen wie Basel II, Sarbanes-Oxley Act, Euro-Sox und IFRS erhöht die Transparenz und sichert den Betrieb zusätzlich ab.

Projekt PIA

Beispielprojekt vom Fraunhofer ITWM, Kaiserslautern

Im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen ermittelt Fraunhofer in der »Produktinformationsstelle Altersvorsorge« (PIA) die Chancen-Risiko-Klassen von Altersvorsorgeprodukten mithilfe mathematischer Simulationsverfahren und auf Basis von Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Von dieser produkt- und tarifspezifischen Klasseneinteilung sind verschiedene Aussagen für das gesetzlich vorgeschriebene Produktinformationsblatt zu geförderten Altersvorsorgeprodukten abhängig.

PIA bietet Hilfe bei der Ermittlung von Chancen-Risiko-Klassen
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Im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen ermittelt Fraunhofer in der »Produktinformationsstelle Altersvorsorge« (PIA) die Chancen-Risiko-Klassen von Altersvorsorgeprodukten.