Digitale Services

Das Rechenzentrum stellt die Infrastruktur um digitale Services anzubieten.
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Im Internet der Zukunft werden Dienstleistungen noch einfacher bereitzustellen und zu nutzen sein als heute. Der große Vorteil von Internet-basierten Services liegt in ihrer größeren Effizienz: Unternehmen werden mit geeigneten Angeboten in die Lage versetzt, ihre aufwändigen IT-Aufgaben auszulagern, Kosten für Backup, Systempflege und Redundanz können reduziert werden.

Ein Kennzeichen der digitalen Transformation ist, dass zunächst die klassischen Prozesse und Abläufe digital nachgebildet werden. Spannend wird es dann, wenn Mehrwerte und Dienstleistungen entstehen, die es bis dahin nicht gab. Auf neu entstehenden Serviceplattformen können Geschäftsmodelle nach den eigenen Bedürfnissen zugeschnitten werden. Zu ihnen gehören ausgelagertes Cloud Storage oder Software- as-a-Service genauso wie Online-Marktplätze, Tools zur Datenanalyse und -auswertung oder Vermittlungsplattformen. Die neuen digitalen Dienste können dabei besser und intuitiver auf die Nutzerbedürfnisse eingehen, wie zum Beispiel durch semantische Technologien.

Voraussetzung für ein funktionierendes Netzwerk ist, dass all die Dienste gemeinsame technische Standards für den Datenzugriff verwenden, um verschiedene Prozesse miteinander verknüpfen und Sicherheits- sowie Datenschutzaspekte berücksichtigen zu können.

Automatisch erkennen statt suchen ...

Automatisch erkennen statt suchen lautet die Vision für das Herausfiltern von Informationen aus großen Datenbeständen. Hier kommen semantische Technologien auf Basis von inhaltsbasierten Deskriptoren zum Einsatz, die auch aus Video-, Bild und Audiodateien Informationen gewinnen können. Darüber hinaus können Software-Werkzeuge zwischen relevanten und nicht-relevanten Informationen unterscheiden sowie Zusammenhänge erkennen. Dass hierfür keine Metadaten mehr manuell zugewiesen oder annotiert werden müssen, ermöglicht enorme Einsparungen.

Innovative Geschäftsmodelle stehen immer mehr im Fokus der Diensteanbieter im Internet, weil über sie die Qualität und der Nutzen von Angeboten definiert werden. Im Internet funktionieren Angebote oftmals anders als Offline-Geschäfte. Gerade bei Diensten im Web stehen die detaillierte Beschreibung des Kundennutzens sowie die Ströme an Informationen und Finanzen zur Generierung dieses Nutzens im Vordergrund. Mit frei konfigurierbaren Geschäftsmodellen können alle Kundengruppen ihre eigenen und bestgeeigneten Web-Dienstleistungen bis ins letzte Detail entwickeln, umsetzen und je nach Bedarf jederzeit anpassen.

Everything-as-a-Service bezeichnet die Idee, nicht nur Datenspeicherung und Anwendungen als digitale Dienste auf zentrale Plattformen auszulagern, sondern ebenso ganze Entwicklungs-Frameworks und Infrastrukturen. So können Services von Anfang bis Ende und bis ins kleinste Detail konfiguriert werden, ohne dass Unternehmen die gesamte Infrastruktur im eigenen Haus anschaffen und warten müssen.

Projekt webVis

Beispielprojekt vom Fraunhofer IGD, Darmstadt

Mit webVis bzw. instant3Dhub bietet Fraunhofer eine umfassende Lösung für Visualisierungsaufgaben. Mit der Web-basierten Visualisierung von 3D-Daten wird die aktuelle Palette an Werkzeugen um eine dezentrale, kostengünstige und effiziente Komponente ergänzt. Die Plattform instant3Dhub bietet eine weltweit einmalige Infrastruktur, welche das Konzept Visualization-as-a-Service effektiv und effizient umsetzt und dabei verschiedensten Anforderungen der Visualisierungsumgebung Rechnung trägt. Beispielhaft genannt seien Sicherheitsaspekte, verfügbare Bandbreite und die technischen Möglichkeiten des zur Visualisierung verwendeten Endgeräts.

webVis ermöglicht verteilte Berechnung von graphischen Anwendungen
© Foto Fraunhofer IGD

webVis ermöglicht verteilte Berechnung von graphischen Anwendungen