Smart. Souverän. Sicher.

Digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz, resiliente Infrastrukturen und datengetriebene Verwaltung: Fraunhofer zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie Forschung konkrete Antworten auf die Herausforderungen des öffentlichen Sektors liefert.

Entdecken Sie unsere Demonstratoren, Best Practices auf den SCCon-Bühnen, Cube Classes und Demo Dates. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Keynote

 

Wie bleibt die öffentliche Verwaltung im KI-Zeitalter souverän? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Keynote von Prof. Dr. Manfred Hauswirth auf der Hauptbühne der Smart Country Convention 2026.

Er zeigt, wie öffentliche Einrichtungen durch offene Dateninfrastrukturen, agentische KI und resilientes Wissensmanagement die Chancen von Künstlicher Intelligenz nutzen können, ohne ihre digitale Souveränität aufzugeben.

© Phillip Plum | Fraunhofer

Dienstag, 13. Oktober 2026, 15:30 Uhr
PLAZA Stage (Hub 27)

Vom Wissensschatz effizient zur Antwort:

Agentische KI in souveränen Dateninfrastrukturen für den öffentlichen Sektor

Prof. Dr. Manfred Hauswirth,
Leiter Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Künstliche Intelligenz hält immer weiter Einzug in die öffentliche Verwaltung. Ihre Potenziale gerade bei sensiblen Informationen voll auszuschöpfen, steht und fällt mit der Souveränität über Daten und Technologien. Der Vortrag zeigt, wie öffentliche Einrichtungen ihr Wissen unabhängig, sicher und wirksam KI-unterstützt erschließen können: von souveränen Dateninfrastrukturen, die hochwertige Datensätze einfacher auffindbar, beschreibbar und zugänglich machen, bis zu agentischem, Open-Source-basiertem Wissensmanagement mit on-premises betriebenen Sprachmodellen. Prof. Dr. Manfred Hauswirth verbindet dabei technische Machbarkeit mit den relevanten Fragen von Governance und Resilienz und ordnet souveränes Wissensmanagement in aktuelle Entwicklungen der Verwaltungsdigitalisierung ein.

 

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Demonstratoren und Lösungen

Erleben Sie am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand, wie digitale Innovationen den öffentlichen Sektor voranbringen. Unsere Demonstratoren und Lösungen zeigen, wie Kommunen, Behörden und Infrastrukturbetreiber Daten, Künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme für konkrete Herausforderungen nutzen können. Entdecken Sie unter anderem intelligente Datenplattformen für Städte und Regionen, KI-gestützte Verwaltungsprozesse, digitale Werkzeuge für Stadtentwicklung, Krisenvorsorge und Klimaanpassung sowie Technologien für resiliente und sichere Infrastrukturen.

Future City Solutions

Klimakrise, Ressourcenverbrauch, Mobilitätsdruck – Städte und Regionen stehen vor großen Herausforderungen. Future City Solutions zeigt, wie datenbasierte Technologien, intelligente Infrastrukturen und resilient-gedachte Lösungen dabei helfen, urbane Räume nachhaltiger, anpassungsfähiger und lebenswerter zu gestalten.

Kommunale Krisenvorsorge mit IoT und Live-Sensorik

Kommunen müssen Risiken frühzeitig erkennen, Prioritäten setzen und im Ereignisfall schnell handlungsfähig sein. Krisenrelevante Objekte, Gefahreninformationen und Live-Sensorik werden zu einem anschaulichen Lagebild verbunden. So entstehen neue Entscheidungsgrundlagen für Vorsorge, Einsatzplanung und Krisenmanagement.

Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

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Smart City ohne Funkstille: Kritische Infrastruktur mit mioty® vernetzen

Die Demo veranschaulicht die Funktionsweise von mioty®, dem leistungsfähigen Funkstandard für Smart-City-Anwendungen. Mit mioty  bleibt die drahtlose  Kommunikation auch bei Störungen, Kollisionen oder hoher Netzauslastung zuverlässig, skalierbar und energieeffizient. Ebenso sind im Smart City Bereich Steuerungsanwendungen machbar und eine zuverlässige Überwachung kritischer Infrastrukturen.

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
und die mioty® Allianz

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Vom Papierbeleg zur geprüften Verwendung

KI-gestützte Dokumentenanalyse in einem Verwaltungsverfahren des Bundes

Das Exponat zeigt den praxisnahen Einsatz von KI in einem echten Verwaltungsverfahren: die Prüfung von Verwendungsnachweisen einer
Zuwendungsleistung.

Belege reichen Empfängerinnen mobil ein, ein lokal betriebenes Sprachmodell liest die Positionen aus und ordnet sie den förderfähigen Ausgaben zu. Die Sachbearbeitung prüft den Vorschlag und korrigiert ihn per Klick. Ergebnis: kein Medienbruch, weniger Routinearbeit, jeder Schritt nachvollziehbar – ohne Aufruf externer Dienste.

Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

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piveau Datentechnologien

Datentechnologien und Werkzeuge zur Aufbereitung von Verwaltungsdaten: piveau® ist ein Datenmanagement-Ökosystem für den öffentlichen Sektor – für Anwendungsfälle rund um Big Data, Data Sharing und Open Data.

Daten und Werkzeuge – wir monetarisieren Ihre Flotten

Fraunhofer FOKUS bietet Technologien zur Verarbeitung von Fahrzeugsensordaten zu Datenprodukten in der Cloud mit Hilfe von KI-Analytik und der Simulation seltener Szenarien. Digitale Zwillinge werden in Echtzeit mit Standort- und Umfelddaten versorgt und können durch synthetische Daten angereichert werden. So lassen sich Straßenbeschaffenheit, neue Baustellen und andere Infrastrukturveränderungen automatisiert erkennen – für effiziente Planung, Monitoring und neue datenbasierte Services.

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

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CIVORA

Der offene DataHub für Städte und Regionen

CIVORA ist eine offene, modulare Datenplattform, die kommunale Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführt und nutzbar macht. Wir zeigen live, wie eine gemeinsame Dateninfrastruktur multiple Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung ermöglicht – von der Verkehrssteuerung in Friedrichshafen über kommunales Energiemanagement im Landkreis Darmstadt-Dieburg bis zur Sozialplanung in deutschen Städten.

Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR

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Flächenpotenziale sichtbar machen

Für fundierte Entscheidungen in der Stadt- und Regionalentwicklung

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD verbindet KI-gestützte Luftbildanalyse mit amtlichen Geodaten, um Baulücken, Nachverdichtungsflächen und Aufstockungspotenziale systematisch zu identifizieren. Kommunen und Länder erhalten damit aktuelle, nachvollziehbare und skalierbare Entscheidungsgrundlagen. Das entlastet Verwaltungen, reduziert manuellen Aufwand und unterstützt eine gezielte, flächensparende Stadt- und Regionalentwicklung.

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

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Automatische Textanonymisierung

Personenbezogene Daten erkennen und schützen

Wir zeigen ein interaktives Tool, das personenbezogene Informationen in Texten gezielt erkennt und entfernt. Besucherinnen und Besucher können eigene Texte eingeben oder vorbereitete Beispiele nutzen. Anschließend wählen sie aus, wie die erkannten Stellen angepasst werden sollen, etwa durch Ersetzung mit synthetischen Daten wie fiktiven Namen oder Adressen. Der Originaltext und die anonymisierte Version werden zum Vergleich direkt gegenübergestellt, Änderungen werden farblich hervorgehoben.

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Demo Dates

Neu auf der Smart Country Convention 2026: die Demo Dates am Fraunhofer-Stand. In diesen kompakten Live-Sessions präsentieren unsere Expertinnen und Experten ausgewählte Technologien direkt am Demonstrator und zeigen ihre Anwendung anhand konkreter Praxisbeispiele. So erhalten Sie in kurzer Zeit einen anschaulichen Einblick in aktuelle Entwicklungen und können direkt mit den Forschenden ins Gespräch kommen. Freuen Sie sich auf zwei Demo Dates zu digitaler Krisenvorsorge und kommunalen Datenplattformen.

Dienstag, 13. Oktober 2026, 14:40–15:10 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Digitale Entscheidungsunterstützung für Kommunen in Krisensituationen und im Regelbetrieb

Kornelia Schuba und Philipp Hertweck,
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Städte und Regionen sollen smarter, nachhaltiger und resilienter werden. Das Fraunhofer IOSB sowie das IOSB-INA mit Future City Solutions unterstützen Kommunen dabei, diesen Anspruch in konkrete Lösungen zu übersetzen. Im Mittelpunkt stehen datengetriebene Ansätze, die kommunale Informationen und Prozesse, krisenrelevante Objekte, Gefahrenkarten, Erfahrungswissen und Live-IoT-Daten zusammenführen. Technologien wie FROST und OpenCitySense ermöglichen die Integration aktueller Sensordaten. KI-basierte Analysen helfen, Entwicklungen besser einzuordnen und Entscheidungen vorzubereiten – in Krisensituationen und im Regelbetrieb. Demonstriert werden konkrete Lösungen, mit denen Kommunen Risiken früher erkennen und Maßnahmen gezielter planen können. Ein Anwendungsbeispiel ist der Winterdienst, bei dem durch eine digitale Entscheidungsunterstützung Ressourcen gezielter eingesetzt, Streusalz bedarfsgerecht ausgebracht und Nachhaltigkeitsziele besser erreicht werden können.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 15:40–16:10 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Eine Plattform, viele Anwendungen:
Wie CIVORA kommunale Datensilos überwindet

Dr. Alanus von Radecki (CEO) und Tim Cleffmann
Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR GmbH

Viele Kommunen verwalten Daten in isolierten Fachverfahren – ohne Verbindung, ohne Überblick. CIVORA schafft eine gemeinsame Dateninfrastruktur, die bestehende Systeme verbindet und neue Anwendungen ermöglicht. Wir zeigen anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Friedrichshafen Verkehrsdaten steuert, der Landkreis Darmstadt-Dieburg kommunale Liegenschaften energetisch optimiert und Städte datengestützte Sozialplanung betreiben – alles auf einer offenen, souveränen Plattform.

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Cube Classes

Die Cube Classes sind der Ort für kompakte Fachimpulse auf dem Fraunhofer-Stand. Unsere Expertinnen und Experten präsentieren aktuelle Entwicklungen, Tutorials und Praxisbeispiele rund um die digitale Transformation des öffentlichen Sektors – verständlich, anwendungsnah und auf den Punkt. Im Anschluss stehen sie für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Dienstag, 13. Oktober 2026, 11:40–12:10 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Die klimaadaptive und resiliente Stadt und Region

Michaela Lödige und Christine Wegner
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
Institutsteil für industrielle Automation INA

Städte und Regionen sind die zentralen Gestaltungsräume für eine nachhaltige Zukunft, stehen jedoch gleichzeitig vor enormen Herausforderungen durch Klimawandel, Urbanisierung, Ressourcenknappheit und digitale Umbrüche. Future City Solutions adressiert diese Herausforderungen mit praxistauglichen, datengetriebenen Technologien. Ob klimaadaptive Infrastrukturen, Starkregen- und Hochwassermanagement oder intelligente Verkehrslösungen – diese Konzepte beruhen auf vernetztem Denken und enger Kooperation mit Kommunen. Ziel ist es, mit IoT, KI und Echtzeitdaten neue Handlungsspielräume für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Bürgernähe zu schaffen – konkret, umsetzbar und nachhaltig. In unserem Vortrag stellen wir unser Leitbild einer klimaadaptiven und resilienten Stadt und Region vor und beschreiben unsere aktuellen Umsetzungsprojekte – wie den »Digitalen Klimaspeicher« und ein »Adaptives Hochwasserprognosemodell«.

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Dienstag, 13. Oktober 2026, 13:40–14:10 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Vom Verwaltungsdatensatz zur KI-Anwendung:
Mit Fraunhofer Dateninfrastrukturen und KI in die Praxis bringen

Dr. Jens Klessmann
Fraunhofer-Allianz Big Data & KI

Qualitativ hochwertige Daten und darauf aufbauende KI versprechen effizientere Prozesse, bessere Entscheidungen und digitale Services. Doch wie gelingt der Weg von der Idee zur konkreten Anwendung?

Anhand ausgewählter Projekte wie cloud-nativen Open-Source-Datenplattformen, kommunaler KI-Initiativen oder modularen KI-Services für schnellere Verwaltungsprozesse zeigt die Fraunhofer-Allianz Big Data und Künstliche Intelligenz, wie Dateninfrastrukturen, Interoperabilität und KI heute genutzt werden, um konkrete Herausforderungen zu adressieren.

Dabei wird deutlich: Erfolgreiche KI-Anwendungen beginnen nicht beim Modell, sondern bei geeigneten Daten, leistungsfähigen Infrastrukturen und klar definierten Anwendungsfällen. Mit seinem neuen Geschäftsfeld »Öffentlicher Sektor« bündelt Fraunhofer seine Kompetenzen, um Behörden und Kommunen bei konkreten Herausforderungen rund um Daten und KI zu unterstützen.

Sie stehen selbst vor einer Herausforderung oder planen ein Vorhaben? Sprechen Sie uns an.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 10:10–10:40 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Nachnutzung und Skalierung leicht gemacht!
Digitale Zwillinge und Lösungen digitaler Daseinsvorsorge als »Kochrezepte« für Kommunen

Caterina Carl, Stv. Leitung Smarte Regionen, Bayerisches Staatsministerium für Digitales
Tim Cleffmann,
Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR
Benjamin Dittwald,
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Im ganzen Land verteilt finden sich Datenschätze, die vor Ort helfen können, grundlegende Aufgaben der Daseinsvorsorge zu stemmen. Viele Kommunen erheben und führen Datensätze in Modellen zusammen. Sie bauen bereits digitale Zwillinge und setzen innovative digitale Lösungen auf, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Doch Erfahrungen, Lösungsansätze und Umsetzungskonzepte bleiben oft isoliert.

»twin.bydata« schafft eine zentrale Plattform, auf der Kommunen ihre umgesetzten Vorhaben als Blaupausen dokumentieren und teilen können. Dadurch werden Wissen, bewährte Vorgehensweisen und genutzte digitale Ressourcen für andere Kommunen auffindbar und nachnutzbar. Die Session zeigt, wie twin.bydata den Austausch zwischen Kommunen fördert und dazu beiträgt, Smart-City-Projekte schneller und effizienter umzusetzen. Die technische Grundlage bildet eine offene Plattform für die strukturierte Erfassung und Vernetzung von konkreten, validierten Lösungen und Datensätzen.  Die Architektur folgt modernen Prinzipien verteilter Datenökosysteme und stellt eine Blaupause für bundesländerübergreifende Nutzung von Daten dar.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 11:10–11:40 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Busflotten elektrifizieren:
Von Anfang an richtig planen

David Zambrano Manrique
Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS

Die Elektrifizierung kommunaler Fahrzeugflotten erfordert mehr als neue Busse und Ladepunkte: Sie wird zu einem komplexen Optimierungsproblem aus Standortwahl, Umlaufplanung, Ladezeiten, Energiekosten, erneuerbaren Quellen und betrieblicher Flexibilität. Der Vortrag zeigt, wie intelligente Entscheidungsunterstützung dabei helfen kann, solche Zukunftsaufgaben im ÖPNV datenbasiert, skalierbar und praxisnah zu optimieren.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 12:10–12:40 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Ohne Daten verdurstet das Stadtgrün:
Warum Bewässerung digital werden muss und wie das gelingt

Prof. Dr. Henner Gimpel und Feline Schnaak
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Urbane Grünflächen und Stadtbäume stehen durch den Klimawandel und zunehmende Trockenperioden unter steigendem Stress. Gleichzeitig fehlt es vielen Kommunen an geeigneten Werkzeugen, um Bewässerung effizient und bedarfsgerecht zu steuern, oft basiert Bewässerung auf Erfahrung statt auf Daten. Unsere Forschung und der Austausch mit über fünfzehn Städten zeigen ein klares Bild: Der Bedarf an skalierbaren, praxisnahen Lösungen ist groß, die Anforderungen ähneln sich vielerorts.

Diese Cube Class greift diese Perspektiven auf und leitet daraus einen Lösungsansatz ab: Wie kann Bewässerung datenbasiert, smart und übertragbar gestaltet werden? Im Fokus steht ein digitales Ökosystem auf Basis von Sensorik, IoT und offenen Datenplattformen für smartes Bewässerungsmanagement und effizienten Ressourceneinsatz. Am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main wird dieser Ansatz konkret: Gemeinsam entwickeln wir ein Open-Source-System, das praxisnah erprobt wird und anderen Kommunen zur Verfügung steht.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 13:10–13:40 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Vom Krisenobjekt zum Lagebild:
Daten für kommunale Vorsorge

Philipp Hertweck
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Kommunen brauchen einen klaren Überblick darüber, welche Orte, Einrichtungen und Infrastrukturen bei Hochwasser, Starkregen oder anderen Krisenlagen gefährdet sind. Krisenrelevante Objekte, Gefahreninformationen und aktuelle Sensordaten werden zu einem verständlichen Lagebild zusammengeführt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Daten Kommunen in Vorsorge und Krisenreaktion unterstützen: Welche Objekte sind betroffen? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Wo entstehen Prioritäten?

Der Beitrag macht deutlich, wie Forschungsergebnisse aus Krisenmanagement, IoT und datenbasierter Entscheidungsunterstützung in konkrete kommunale Anwendungen übersetzt werden können. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um bessere Entscheidungsgrundlagen für Verwaltung, Stäbe und Einsatzkräfte – von der Vorbereitung auf Extremwetter bis zur Lageeinschätzung im Ereignisfall.

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Dienstag, 14. Oktober 2026, 14:20–14:50 Uhr
Fraunhofer-Stand (Hub 27 | 404)

Digital, aber wirkungslos?
Wie Wirkungsorientierung die Verwaltungsdigitalisierung zum Erfolg führt

Katharina Kneissel und Dr. Thomas Kreuzer
Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung wird häufig anhand umgesetzter Projekte, verfügbarer Online-Services oder Rankings bewertet. Doch welche Wirkung entfalten Digitalisierungsmaßnahmen tatsächlich für Verwaltung und Gesellschaft?
Diese CubeClass vermittelt einen kompakten Einstieg in die Grundlagen der Wirkungsorientierung. Sie erfahren, wie sich Digitalisierungsinitiativen an angestrebten Wirkungen ausrichten und ihren Erfolg anhand konkreter Mehrwerte bewerten lassen. Darüber hinaus lernen Sie zentrale Konzepte, internationale Best Practices sowie praxiserprobte Methoden und Instrumente der Wirkungsanalyse kennen. So erhalten Sie wertvolle Impulse, um Wirkungsorientierung gezielt als Steuerungsinstrument für die digitale Transformation in ihrem Bereich einzusetzen.

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Best Practices auf den SCCon-Bühnen

Wie gelingt die digitale Transformation in Verwaltung, Städten und Regionen? Auf den Bühnen der Smart Country Convention geben Fraunhofer-Expertinnen und -Experten Einblicke in erfolgreiche Projekte, bewährte Lösungsansätze und aktuelle Forschungsergebnisse. Entdecken Sie Best Practices und Erfahrungen aus der Umsetzung digitaler Innovationen im öffentlichen Sektor.

Mittwoch, 14. Oktober 2026, 12:00–12:15 Uhr
Green Stage (Halle 25)

Smart City ohne Funkstille:
Wie mioty die Kritische Infrastruktur von Kommunen und Stadtwerken krisenfest macht.

Sun Spornraft, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Manuel Hart, 
Sentinum GmbH

Was passiert, wenn in einer Smart City Mobilfunk- oder herkömmliche IoT-Verbindungen plötzlich ausfallen? Fehlen kritische Daten zu Zählerständen, Leckagen oder Pegeln, wird der Verbindungsabbruch schnell zu einem direkten Risiko für die Versorgungssicherheit und das Krisenmanagement.

Eine hochverfügbare Funkkommunikation ist daher das Fundament einer resilienten Smart City. Sie sichert die Übertragung von Sensordaten auch unter schwierigen Bedingungen – wie tiefer Gebäudeabdeckung oder starker Netzauslastung – und schützt zuverlässig vor gezielten Störsignalen von außen.

Der Vortrag zeigt anhand praxisnaher Anwendungsfälle (u. a. Smart Metering, Hochwasser- und Zustandsüberwachung kritischer Anlagen), wie Kommunen und Stadtwerke mit mioty-basierten Funknetzen Störungen frühzeitig erkennen, Prozesse automatisieren und ihre Daseinsvorsorge nachhaltig krisenfest aufstellen.

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Mittwoch, 14. Oktober 2026, 16:00–16:15 Uhr
Green Stage (Halle 25)

Von Prognose bis zur Entscheidung:
KI-gestützte Krisenvorsorge für Kommunen

Philipp Hertweck und Stefanie Hittmeyer
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Vulnerabilität brauchen Kommunen digitale Werkzeuge, um Risiken früher zu erkennen, Informationen besser zusammenzuführen und in Krisen fundiert zu entscheiden. Am Beispiel Hochwasser und Starkregen zeigen wir, wie Datenintegration und KI-gestützte Aufbereitung die kommunale Vorsorge und Krisenreaktion unterstützen können. Interoperable Systeme helfen, Datenquellen zu verbinden und Informationen zwischen Verwaltungsebenen nutzbar zu machen.

Ein »Adaptives Hochwasserprognosemodell« kombiniert globale und lokale Modelle, um dynamische Entwicklungen früher einzuschätzen. Ein »Digitaler Klimaspeicher« strukturiert Projekt-, Planungs- und Geodaten mithilfe von Sprachmodellen und unterstützt Investitions- und Priorisierungsentscheidungen bei der Klimafolgenanpassung. So entsteht eine Brücke von verteilten Daten zu verständlichen Lageinformationen bis hin zu besseren Entscheidungsgrundlagen für klimaresiliente Kommunen.

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