Neue Impulse für virtuelle Welten »made in Europe«
Mit der Gründung der Virtual Worlds Association (VWA) entstand im vergangenen Sommer eine europäische Allianz für offene, nutzbringende und menschenzentrierte virtuelle Welten. Die internationale Non-Profit-Organisation bündelt führende Industrieunternehmen, KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, um die Technologieentwicklung in Europa gezielt voranzutreiben – etwa im Bereich immersiver Technologien, Extended Reality, digitale Zwillinge, virtueller Kollaborationsräume, Interoperabilität sowie digitaler Kompetenzen.
Virtuelle Welten entwickeln sich zunehmend zu einer Schlüsselinfrastruktur für Europas Wirtschaft und Gesellschaft: Sie verkürzen Entwicklungszyklen in Industrie und Fertigung, verbessern Sicherheit und Effizienz in Energie und Mobilität, ermöglichen realitätsnahe Trainingsumgebungen für Bildung und Gesundheitswesen und beschleunigen wissenschaftliche Experimente durch kollaborative Simulationen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Produktivitätsgewinnen, neuen Hochtechnologie-Arbeitsplätzen und resilienten Wertschöpfungsketten – auf Basis europäischer Werte wie Offenheit, Vertrauen und Nachhaltigkeit. Die VWA versteht sich als zentrale Plattform zur Beschleunigung von Forschung, Innovation und Anwendung virtueller Welten in Europa.
Mit Leif Oppermann, Experte für »Mixed and Augmented Reality Solutions« am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, stellt Fraunhofer einen der Vizepräsidenten der neuen Vereinigung. Für den Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie eröffnet die VWA damit eine optimale Plattform, um Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen virtuelle Welten, Digitale Zwillinge, Simulation und verwandte Schlüsseltechnologien europaweit zu positionieren, zu vernetzen und in gemeinsame Projekte zu überführen.
Lesenswert:
Appell an Offenheit, Interoperabilität und europäische Werte in der Technologienetwicklung
Inhaltlich schließt an die Gründung der Virtual Worlds Association das Journal-Paper »From the metaverse to virtual worlds« von Leif Oppermann und Dietmar Laß an, das am 12. Dezember 2025 erschienen ist. Der Beitrag plädiert aus dezidiert europäischer Perspektive für offene, interoperable virtuelle Welten, die demokratische Werte, kulturelle Kontexte und digitale Souveränität Europas stärken und liefert damit wichtige Impulse für die strategische Ausrichtung von Forschung und Entwicklung innerhalb der Vereinigung.
Mit der VWA entsteht ein zentraler Knotenpunkt, um Europas technologische Stärken zu bündeln und nachhaltig auszubauen. Die Vereinigung steht neuen Mitgliedern aus Industrie, Forschung und Technologieentwicklung offen.