Girls'Day-Auftakt im Bundeskanzleramt

Der jährliche Girls'Day ist eine etablierte Institution, um Mädchen – den zukünftigen berufstätigen Frauen – für naturwissenschaftliche und technische Berufsbilder zu begeistern. Erneut ist der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie mit einem Mitgliedsinstitut am Technikparcours im Bundeskanzleramt am Vortag des Girls'Day 20167 beteiligt.

Die Institute des Fraunhofer-IUK-Verbunds sind mittlerweile fester Bestandteil der Auftaktveranstaltung, zu der die Bundeskanzlerin Angela Merkel jedes Jahr Schülerinnen aus Berlin in ihren Amtssitz einlädt. Auch in diesem Jahr wurde der Parcours von der Initiative D21 organisiert.

Dieses Jahr ist das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS dabei. Die Schülerinnen können an der Forschungsstation den technischen Beruf der 3D Virtual Reality- und Game-Designerin am Beispiel eines virtuellen Fußballtrainings ausprobieren und mit Hilfe einer kabellosen Lokalisierungslösung ihre Spielidee in der Virtual Reality selbst überprüfen. Als erstes schlüpfen die Mädchen in die Rolle einer Virtual Reality 3D-Gestalterin und Game Mechanics Designerin. Mithilfe der FOKUS-Forscher können sie entscheiden, wie die 3D-Welt aussehen soll und dabei ein virtuelles Fußballstadion ganz nach ihren Vorstellungen umgestalten. Als nächstes geht es an die Entwicklung einer interessanten Spielidee für das Fußballtraining. Ausgestattet mit einer Virtual-Reality (VR)-Brille werden die Mädchen schließlich zur Nutzerin und testen das Spielerlebnis. Sie können loskicken und sich frei in der virtuellen Welt bewegen, ohne störende Kabel und Zusatzgeräte. Dabei nutzt die hochgenaue Lokalisierung vor allem einen drahtlosen Fußsensor, mit dem die individuelle Schritt- bzw. Schusslänge bestimmt wird.

Die für das virtuelle Fußballtraining genutzte Lokalisierung wurde von Fraunhofer FOKUS ursprünglich für die Indoor-Navigation für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt. Denen bereitet es häufig Schwierigkeiten, sich in großen unbekannten Gebäuden, wie einem Bahnhof, Amt oder Krankenhaus zurechtzufinden. Smartphones und Navigationshilfen versagen in Innenräumen, da das GPS-Signal für die Ortung in Gebäuden nicht genau genug ist. Durch die Integration unterschiedlicher Lokalisierungsmethoden ist das Fraunhofer-System sehr genau, robust und richtungsgenau. Darüber hinaus ist die Lokalisierung im Vergleich zu anderen Methoden sehr kostengünstig und nahezu wartungsfrei.

Sensoren, Licht & Recycling beim Girls'Day 2017 mit Kanzlerin Angela Merkel & in Berliner Instituten