
In Zukunft wird Informations- und Kommunikationstechnik in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen zur Gewährleistung der Sicherheit beitragen. Die Sicherheitsrisiken haben sich gewandelt: Die Versorgungsnetze als Lebensnerven der Gesellschaft können trotz robuster Technik schon durch kleine Störungen ausfallen. Bereits kleine terroristisch oder kriminell motivierte Taten können erhebliche Schäden bewirken. Aber auch Naturkatastrophen und technische Unfälle können in einer dicht vernetzten Welt große Folgeschäden auslösen. Die globale Mobilität erleichtert und beschleunigt dabei die Verbreitung von Gefahren.
Herausforderungen:
Deutschland ist mit seinem freien Informations-, Personen- und Warenverkehr, als exportorientierte Wirtschaftsnation und als Land mit einer hohen Bevölkerungsdichte einerseits und einer stark ausgebauten, auf Hochtechnologie aufbauenden Infrastruktur andererseits in besonderem Maße neuen Bedrohungen ausgesetzt. Energie- und Verkehrsnetze, Internet und Telekommunikation, Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung sind zentrale Lebensnerven unserer Gesellschaft. Auch Warenströme und Logistikketten, Versorgungsinfrastrukturen und Verkehrsleitsysteme sind verwundbar gegen Ausfälle. Verwundbarkeiten dieser Art machen Versorgungsinfrastrukturen zu Angriffszielen sowohl für terroristische Aktivitäten, als auch für Täter mit kriminellem Hintergrund.
Sicherheit wurde daher bisher vorrangig als Sicherung vor Terrorismus, Kriminalität oder Sabotage verstanden. Doch zeigt sich immer wieder die Abhängigkeit der Gesellschaft von reibungslos funktionierenden Versorgungssystemen und deren Anfälligkeit gegen kleine Abweichungen vom Normalzustand. Sicherheit muss daher auch die Folgen von Naturkatastrophen oder Unfällen besonderen Ausmaßes und die Begrenzung der Schäden zum Arbeitsfokus haben.
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