Digitale Medien
E-Business
E-Government
Informations- und
Kommunikationstechnologien
Energie & Nachhaltigkeit
Medizin
Produktion
Security
Finanzdienstleister
Automotive
Sonstiges
Neue Suchtechnologie für Umweltportale
Im Profil Im Profil
Geschäftsfelder Geschäftsfelder
Presse-Service Presse-Service
Videos Videos
Aktuelles Aktuelles
Themenbereiche Themenbereiche
Volltextsuche Volltextsuche
Bildmaterial Bildmaterial
Pressespiegel Pressespiegel
Innovationsplattform Innovationsplattform
Publikationen Publikationen
Veranstaltungen Veranstaltungen
Impressum Impressum
Suchen

Schneller und einfacher zu Umweltinformationen im Internet

Fraunhofer IOSB (IITB)

24. Mai 2011

Welches Naturschutzgebiet ist in der Nähe meines Wohnorts? Liegt mein Bauplatz in einem Überschwemmungsgebiet? Wie ist die Luftqualität an der meinem Wohnort nächstgelegenen Luftmessstation? Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) geförderte Forschungsprojekt zu semantischen Webtechnologien will die Suche nach Umweltinformationen entscheidend verbessern. Service-orientierte Schnittstellen ermöglichen den Zugang zu angeschlossenen Fachinformationssystemen. Durch semantische Technologien erkennt das Portal den fachlichen Zusammenhang von Sucheingaben, auch wenn sie nicht genau den Fachbegriffen entsprechen. Denn unterschiedliche Begriffswelten von Bürgerinnen und Bürgern und wissenschaftlichen Fachleuten machen für Laien die Suche in Umweltfachinformationssystemen bislang oft langwierig. Nicht selten brechen Nutzer eine Suche nach einer Reihe vergeblicher Versuche ab, obwohl die gewünschten Informationen vorhanden sind.

Mit der neuen Technologie wird das vom UM eingerichtete Umweltportal Baden-Württemberg (http://www.umwelt-bw.de) weiter ausgebaut und verbessert. Es macht mit moderner Suchtechnologie Texte und Dokumente, die bei den Umweltfachbehörden vorliegen, zugänglich und setzt die kommerzielle Variante der Google Suchtechnologie (Google Search Appliance) als zentrale Suchmaschine ein. Doch auch diese Technik erschließt über ihre Volltextsuche bei typischen Anfragen nur einen Teil der Informationen aus den Umweltbehörden.

Die semantische Webtechnologie, die die Partner nun entwickeln, wandelt die Suchanfrage eines Nutzers automatisch in gezieltere Suchanfragen an rückwärtige Fachinformationssysteme um. Dafür müssen nicht nur ähnliche Begriffe erkannt, sondern auch Zusammenhänge hergestellt werden, die weit über eine Textanalyse hinausgehen. Zurückkommende Ergebnisse werden nach Informationsart und fachlichen Zusammenhängen gruppiert und auf einer Suchergebnisseite übersichtlich angezeigt. Anstelle von Werbeanzeigen, wie sie von kommerziellen Suchmaschinen bekannt sind, werden zusätzliche Informationsquellen eingeblendet. Damit lassen sich gleichzeitig Ergebnisse aus den Umweltdatenbanken, aus Bildarchiven, aus der Suche des Statistischen Landesamtes und zahlreichen anderen Quellen anzeigen, die die Nutzer bislang hätten einzeln durchsuchen müssen, um beispielsweise alle Umweltinformationen zu ihrem Wohnort zu erhalten. Das System erkennt den räumlichen und zeitlichen Bezug sowie komplexere Suchanfragen und bietet die zur aktuellen „Lebenslage“ eines Bürgers passende Information, ohne dass er sich in der Behördensprache und Behördenorganisation auskennen muss. So liefert eine Anfrage nach „Bauen Knielingen“ baurelevante Umweltinformationen mit Bezug zu Knielingen als Stadtteil von Karlsruhe.

Im Zuge des Workshops „Intelligente Portale“ am 30. und 31. Mai im Fraunhofer IOSB in Karlsruhe werden aktuelle Ergebnisse des Forschungsprojekts „Semantische Suche nach Umweltinformationen“ (SUI) den Umweltbehörden und anderen Interessierten vorgestellt. Außerdem werden auf diesem Workshop das Projekt Hippolytos, mit dem ebenfalls neuartige semantische Technologien in die Praxis gebracht werden sollen, sowie die Nutzung semantischer Webtechnologien im Verwaltungsportal service-bw des Innenministeriums Baden-Württemberg präsentiert. Informationen zum Workshop und zurAnmeldung unter http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/36647/.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu


Links zum Thema:
http://www.kit.edu
http://www.kit.edu/besuchen/pi_2011_7000.php
http://www.umwelt-bw.de
http://iosb.fraunhofer.de
http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/36647/

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Monika Landgraf
Pressesprecherin
Karlsruher Institut für Technologie
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
monika.landgraf@kit.edu

Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
Dipl.-Ing. Sibylle Wirth
Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhoferstrasse 1
76131 Karlsruhe

Telefon +49 721 6091-300
sibylle.wirth@iosb.fraunhofer.de



© Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie 2013