
Fraunhofer IOSB (IITB)
30.
Juni 2005
Die Mitglieder der achtköpfigen Besuchergruppe, bestehend aus dem oberen Management der Pekinger Wasserbehörde (Beijing Water Authority), besprachen den Stand des Projektes und besichtigten verschiedene Wasserhaltungseinrichtungen in Deutschland, wie z.B. die Staustufen Iffezheim, die Wasserhaltungspolder in Greffern und die Dhünn-Talsperre bei Dabringhausen.
Das Gebiet um Peking liegt in der nordchinesischen Ebene. Die Gesamtniederschlagsmenge im Jahresdurchschnitt entspricht in etwa der von Karlsruhe, allerdings fallen in Peking 75% der Jahresniederschläge während zweier Monate (Monsunzeit), was zu Überschwemmungen führt, im Rest des Jahres herrscht dagegen Trockenheit.
Die schnell wachsende Megapole mit inzwischen 14 Millionen Einwohnern bemüht sich schon seit mehreren Jahrzehnten, durch verschiedene Maßnahmen den steigenden Bedarf an der Ressource Wasser zu decken. Vor allem für die Landwirtschaft werden große Wassermengen zur Erzielung von zwei Ernten pro Jahr benötigt.
In gewaltigen Baumaßen entstanden so in den Bergen rund um Peking riesige Stauseen als Reservoir, das Grundwasser wurde in immer größeren Tiefen angezapft und zur Zeit baut das Land den Süd-Nord-Transfer-Kanal, der Wasser aus dem Yangtze über eine Strecke von 1200 km in die Region Peking bringen soll.
Da Peking Ausrichter und Gastgeber der olympischen Spiele im Jahr 2008 ist, besteht hier eine zusätzliche Motivation, eine nachhaltige Lösung für die Wasserversorgung zu finden, die in einem zielgerichteten Wassermanagementsysteme für die drei vorhandenen Ressourcen gesehen wird.
Das Fraunhofer IITB, zusammen mit seiner Außenstelle in Ilmenau, besitzt Expertise und Erfahrungen auf dem Gebiet der Modellbildung und Simulation komplexer Wassersysteme im Bereich Grund- und Oberflächenwasser und konnte sich so als Projektpartner empfehlen.
Ihr
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Birkle
Fraunhofer IITB mb@iitb.fraunhofer.de
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