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Evaluiert – Microsoft-Technologien sind durch den Einsatz offener Standards Bestandteile beim Aufbau eines nahtlosen E-Government
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Fraunhofer FOKUS

11. März 2005

Die intensive Evaluation von Microsoft-Technologien im hersteller- und technologie-unabhängigen Fraunhofer FOKUS eGovernment-Labor hat ergeben, dass Microsoft- Technologien und -Produkte sowohl beim Austausch von Informationen aus Dokumenten verschiedener Office- Programme als auch bei der technologie-übergreifenden Zusammenarbeit von Fachverfahren komfortabel mit Produkten und Technologien anderer Hersteller und aus dem OpenSource-Bereich zusammen wirken. Grundlage dafür ist der Einsatz von offenen Standards wie XML und WebServices. Die Evaluation wurde auf der Basis konkreter Anwendungsszenarien mit Produkten bzw. Technologien verschiedener Hersteller und aus dem OpenSource-Bereich durchgeführt. Microsoft-Technologien können damit als ein Baustein beim Aufbau eines nahtlosen eGovernments eingesetzt werden.

»Unser Untersuchungsziel war es zum einen zu prüfen, ob und wie die in Office-Dokumenten enthaltenen Informationen in verschiedene Produkte anderer Hersteller übertragbar sind und dort weiter verarbeitet werden können,« skizziert Dr. Michael Tschichholz, Projektleiter am Fraunhofer FOKUS die Aufgabe. »Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war die Fragestellung, ob und wie der Informationsaustausch von Office-Systemen und unterschiedlichen eGovernment-Plattformen erfolgt. Beide Fragestellungen sind entscheidend, um den Aufbau nahtloser, d.h. organisationsübergreifender und medienbruchfreier eGovernment-Strukturen unter Einbeziehung von Office-Programmen zu gewährleisten.«

Die Evaluierung wurde auf der Basis von themenbezogenen und anwendungsnahen Szenarien im eGovernment-Labor durchgeführt. Für die Überprüfung der Dokumenten-Interoperabilität wurde die Anbindung von Office-Lösungen (MS Office, OpenOffice) an Fachanwendungen durchgeführt, für die Anwendungs- Interoperabilität die Integration von Fachanwendungen in E-Government-Plattformen, z.B. Personenstandswesen, Meldewesen und Gewerbewesen. Eingesetzte Plattformen basierten auf den Technologien .Net und J2EE.

Erste Ergebnisse

Die in Microsoft-Dokumenten enthaltenen Informationen sind übertragbar an Fachverfahren, an Datenbanken, an Workflow-/ Prozess Management-Systeme, an andere Office Dokumente sowie an OpenOffice-Dokumente und können dort weiter verarbeitet werden.
Grundlage dafür ist die Unterstützung von offenen Standards – hier XML-Technologien – durch Microsoft Office 2003.

Die Nutzung der in MS Office Dokumenten enthaltenen Information in verteilten Geschäftsprozessen ist einfach umsetzbar, z.B. bei einem einfachen Formular in wenigen Stunden.
Grundlage dafür ist die in Office 2003 eingebaute Unterstützung von XML-Technologien, die z.B. Strukturen von eingelesenen XML-Dokumenten erkennen und somit den Integrationsaufwand reduzieren.

In Bezug auf die Application-Interoperabilität können Fachverfahren auf der Microsoft Lösungsplattform E-Government Starter Kit 2.0 (.Net/Biztalk2004) mit Fachverfahren auf anderen Plattformen zusammen arbeiten.
Grundlage dafür ist die Unterstützung von offenen Standards – hier WebService-Technologien, die mit Systemen anderer Hersteller – z.B. ORACLE BPEL Process Manager – interoperabel sind.

Fazit

Die Entwicklung offener Standards ist aus technologischer Sicht soweit fortgeschritten, dass dem Aufbau einer nahtlosen Infrastruktur für eGovernment Prozesse nichts mehr im Wege steht. Produkte, die offene Standards – z.B. XML, WebServices – unterstützen, fördern die Zusammenarbeit verschiedener Verwaltungsorganisationen, das Zusammenwirken von Backend- und Frontend-Systemen ermöglichen es, dass gewohnte Office-Arbeitsumgebungen eingesetzt werden können.

Eingesetzte Standards und Technologien

Dokumenten-Interoperabilität

Genutzte Standards (W3C):
XML, XSD, XSLT, SOAP, WSDL

Genutzte Technologien:
Open Office Writer
Microsoft Office 2003 Word Professional
Microsoft Lösungsplattform E-Government Starterkit 2.0 (.NET, Biztalk2004)
Oracle BPEL Process Manager (J2EE)

Application-Interoperabilität

Genutzte Standards (W3C):
XML, XSD, XSLT, SOAP, WSDL
Business Process Execution Language (BPEL) (OASIS)
WebService Interoperability Empfehlungen (WS-I)
Standards und Architekturen für eGovernment (SAGA 2.0)

Genutzte Technologien:
Microsoft Lösungsplattform E-Government Starterkit 2.0 (.NET, Biztalk2004)
Oracle BPEL Process Manager (J2EE)
Fachverfahren Personenstandswesen (Autista)
Fachverfahren Einwohnerwesen (Meso)
Basisdienste: Formular Server (Lucom)
Web Browser
Formular Service
MS Office 2003 Word Professional
OpenOffice Writer

Fraunhofer FOKUS eGovernment-Labor

Im Kontext des Fraunhofer FOKUS eGovernment-Labors evaluiert FOKUS seit Herbst 2004 die verschiedenen Microsoft-Technologien und -Produkte im Hinblick auf ihr nahtloses Zusammenwirken mit den am weitesten verbreiteten Technologien anderer Hersteller und aus dem OpenSource-Bereich.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer FOKUS
Corporate Communications
Dr. Gudrun Quandel
Tel +49 (0)30 3463 7212
Fax +49 (0)30 3463 8212
Mobil +49 (0)171 1995334
Kaiserin-Augusta-Allee 31
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quandel@fokus.fraunhofer.de
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