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»Mixed Reality« mit natürlichen Interaktionen
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Fraunhofer HHI

10. März 2005

Das Fraunhofer HHI zeigt auf der CeBIT 2005, wie man mit den Händen virtuelle dreidimensionale Objekten »begreifen« kann.

Sie finden das Exponat »Mixed-Reality« mit natürlichen Interaktionen auf dem Gemeinschaftsstand des BMBF in der Halle 9 am Stand B40.

Das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, präsentiert erstmals einen zwei Meter breiten 2D/3D-Mixed-Reality-Desktop mit 12 Millionen Pixel Auflösung. Zweimal 1600x1200 Pixel, die durch eine 30 Zoll große Filterscheibe projiziert werden, lassen über der Arbeitsfläche ein räumliches Bild in hoher Qualität entstehen. Die neue patentierte Display-Technologie benötigt zur Wahrnehmung des 3D-Bildes keine Stereobrille. Stattdessen werden auf die Augen des Betrachters hochaufgelöste, perspektivisch leicht versetzte Ansichten in doppelter UXGA-Qualität projiziert. Da bedingt durch das Prinzip zwischen den Ansichten kein optisches Übersprechen stattfindet, ist es problemlos möglich, die Darstellung im Greifbereich des Betrachters zu platzieren.

Das optische System bietet eine nahezu perfekte, »nahtlose« Mischung von Virtualität und Realität und ermöglicht natürliche Interaktionen.

Mit dem interaktiven 2D/3D-Display kann man virtuelle Welten nicht nur intensiver erleben, sondern sie auch mit eigenen Händen »begreifen« und sie arrangieren. Möglich wird das durch ein Set von zehn Videokameras, die die Szene beobachten. Neun von ihnen sind in die Tischplatte eingelassen und registrieren die Bewegungen der Finger. Eine zehnte sitzt zentral auf dem Mixed-Reality-3D-Display und ermittelt die Position der beiden Augen. Ein im Fraunhofer HHI entwickelter Gesten-Interpreter setzt die Fingerbewegungen in Handlungen um, mit denen in die 3D-Darstellung in einem Interaktionsbereich von mehr als 100 Grad »eingegriffen« werden kann.

Anwendungsfelder für das Mixed-Reality-System sehen die Berliner Forscher in der Interaktion am Arbeitsplatz des Konstrukteurs, in der Medizin (Diagnose, Operationsplanung) oder der Darstellung von Skulpturen in virtuellen Museen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. René de la Barré
Fraunhofer HHI
Einsteinufer 37
10587 Berlin
Tel.: (030) 31002-345
rene.de_la_barre@hhi.fhg.de
http://www.hhi.fraunhofer.de



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