
Fraunhofer FOKUS
17.
August 2004
Internationale Erfolge deutscher Leistungssportler hängen nicht zuletzt
vom optimalen Training ab. Mit innovativen drahtlosen Sensornetzen von Fraunhofer
FOKUS können die deutschen Kanu-Leistungssportler zukünftig die Effektivität
ihres Trainings und der Trainingsgeräte komfortabler gestalten,
in Echtzeit erfassen, kontrollieren und entsprechend optimieren.
Um optimale Trainingsleistungen zu erzielen, werden im Hochleistungssport Bewegungsdaten
von Athleten mittels Kraft- und Bewegungssensoren in Echtzeit erfasst, gesammelt
und ausgewertet. Dadurch lassen sich objektive und sehr
genaue Aussagen über Trainingserfolge und die Leistungsfähigkeit
der Sportler machen. Bislang werden die Daten, die von Sensoren an den Trainingsgeräten
erfasst werden, per Kabel zu einem Laptop übertragen.
Die Datenkabel stellen i.d.R. eine große Beeinträchtigung der freien
Bewegung und eine zusätzliche Unfallquelle dar. Besonders bei Kanuten
sind diese Kabel hinderlich, weil dort Sensoren an den Paddeln angebracht werden.
Fraunhofer FOKUS entwickelt zusammen mit dem Institut für Forschung und
Entwicklung von Sportgeräten e.V. (FES) eine Lösung, die die zuverlässige
drahtlose Übertragung der Sensordaten an einen PC ermöglicht. “Bislang
gibt es für solche Anforderungen keine Standardlösung,” skizziert
Matthias Gerlach von FOKUS die Herausforderung. “Besondere Anforderung
gerade dieses Anwendungsbereiches sind die zeitliche Synchronität, die
hohe Zuverlässigkeit
bei der Datenübertragung und -speicherung und eine einfache Benutzung.”
Besonders die Zuverlässigkeit innerhalb des drahtlosen Sensornetzes muss
gewährleistet sein: Jeder einzelne Sensor für die Kraft- und Bewegungsmessung
sendet seine Daten an einen Sensorknoten, der die gesammelten Daten mehrerer
Sensoren an ein Messgerät, z.B. einen PC, ohne Verzögerung
und ohne Datenverlust weitergeben muss. Die Lösung von FOKUS setzt dazu
auf TinyOS, den derzeitigen Quasistandard für Sensornetze, und auf kommerziell
verfügbare Sensorknoten, die für solche Zwecke an der UC Berkeley
entwickelt wurden.
Zur Zeit werden die drahtlosen Sensornetze für das Training der Deutschen
Olympiamannschaft der Kanuten entwickelt. Prinzipiell ist der Einsatz bei jedem
anderen Sportgerät möglich. In einer zweiten Stufe sind auch die
physiologischen Daten der Sportler mit drahtlosen Sensornetzen zu erfassen.
Lösungen für sogenannte Body-Area-Networks wurden bereits am Fraunhofer-Institut
FOKUS entwickelt.
Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten FES, Berlin
Das FES ist auf praxisverbundene und vorlauforientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit
in den einzelnen Sportfachverbänden fixiert. Sportgeräteentwicklung
im FES bedeutet jahrelange Erfahrung in der Praxisanwendung von Mess- und Rechenverfahren
und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftsdisziplinen
der Leistungssportforschung.
Fraunhofer FOKUS, Berlin
Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS erforscht
und entwickelt Systeme für die mobile Kommunikation in drahtlosen und
drahtgebundenen Netzen. FOKUS entwickelt die notwendigen Bausteine für
eine vollständige, nahtlose Integration von Technologien und Endgeräten
sowie für den Einsatz von offenen, flexiblen Kommunikationsdiensten und -anwendungen.
Kontakt
Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES)
Tabbertstraße 8
12459 Berlin
Tel 030-53890300
Fax 030-53890820
www.fes-sport.de
Ihr
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut FOKUS
Dr. Peter Gober
Tel 030 3463 7347
gober@fokus.fraunhofer.de
FOKUS Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme
Corporate Communications
Dr. Gudrun Quandel
Kaiserin-Augusta-Allee 31
10589 Berlin, Germany
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Fax +49 (0)30 3463 8212
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